Über die Stiftung

Die Stiftung Kunst der Freiheit fördert das Bewusstsein für die Freiheit eines jeden Menschen.
Freiheit bedeutet auch Verantwortung – für mich selbst, für mein Umfeld, sowie dafür, diese Freiheit bewusst so zu nutzen, dass die Freiheit eines anderen Menschen nicht verletzt wird.
Diese Handlungsweise erfordert Achtsamkeit und Empathie.

Die Stiftung Kunst der Freiheit setzt sich das Ziel, soziale Gruppen zusammen zu bringen, die in ihrem Alltag aneinander vorbei leben. Dabei ist Kommunikation unser grundlegendes Werkzeug, und wir verstehen Kunst als eine ihrer Formen.
Kunst und Kreativität haben das Potenzial, das Wesen eines jeden Menschen auszudrücken. In einer Demokratie ist die Kunstfreiheit – und damit die Freiheit der Meinungsäußerung – von besonderer Bedeutung und wird geschützt. Die Kunst an sich ist frei – so wie die Gedanken. Deswegen erforschen wir das Bewusstsein der Freiheit gerade durch die Kunst.

In Bernstein gegossen oder neu interpretiert?
Die ostpreußische Vergangenheit als empathischer Wegweiser in die multikulturelle Zukunft

1941 schrieb Erich Fromm über die Furcht vor der Freiheit. Es war sein Versuch, die seelischen und materiellen Verwüstungen zu verstehen, die die Bürgerinnen und Bürger verschiedener Staaten Europas, darunter insbesondere Deutschlands, während des Zweiten Weltkriegs anrichteten. Der Titel dieses berühmten Werkes war Inspiration für den Namen der von mir gestifteten Stiftung, „Kunst der Freiheit“, die sich durch unterschiedliche Ansätze und Aktivitäten dem Dialog verschiedener sozialer Gruppen, insbesondere aber der Verständigung und Freundschaft von Deutschen und Polen widmet. Die Inhalte von Fromms „Furcht vor der Freiheit“, „Kunst des Liebens“ und „Haben oder Sein“ widerspiegeln sich in unseren Aktivitäten, die vor allem die empathische Begegnung mit dem sogenannten Anderen zum Zweck haben, also mit jemandem, den wir als „anders“ oder „fremd“ wahrnehmen. Sind wir uns aber wirklich so fremd? Das tragische Ende Ostpreußens sowie sein Fortbestehen in den dort geborenen Menschen und ihren Schicksalen lehrt uns eines Besseren.

Zum Ende des Zweiten Weltkrieges wurde auch das südliche Ostpreußen Schauplatz von Verwüstungen. Ein bedeutender Teil des südlichen Ostpreußen befindet sich heute in der Woiwodschaft Ermland und Masuren. Hier, im oberländischen Hirschberg (Idzbark) bei Osterode (Ostróda) befindet sich der Sitz der Stiftung „Kunst der Freiheit“. Die verheerenden Folgen des zweiten Weltkriegs machten sich hier auf vielerlei Weise bemerkbar. Sie waren materiell – Dörfer und Städte wurden devastiert, materielle Güter und Infrastruktur wurden geplündert oder unbrauchbar gemacht. Es kam zu Morden an der Zivilbevölkerung und zu sexueller Gewalt an tausenden von Frauen. Zu den körperlichen und seelischen Verwundungen, die diese Verbrechen verursachten kam noch eine andere Art von Verwüstung – der Verlust von Heimat, der ebenfalls auf unterschiedlichen Ebenen vonstattenging.

Von der Propaganda der Volksrepublik Polen nach dem Zweiten Weltkrieg zu „wiedergewonnenen Gebieten“ erklärt, war das ehemalige südliche Ostpreußen besonders stark von Zwangsumsiedlungen und Migration betroffen, die nahezu einen Austausch der Bevölkerung bedeuteten. Menschen, die vor 1945 hier lebten, wurden größtenteils vertrieben oder flohen bzw. siedelten im Laufe der Zeit aus. Diejenigen, die in der Region geblieben sind, gehören heute unter anderem der deutschen Minderheit an. Gleichzeitig haben die kommunistischen Behörden Ukrainerinnen und Ukrainer sowie andere ethnische Gruppen aus dem Südosten Polens zwangsweise nach Ermland und Masuren umgesiedelt. Die Nachkommen dieser Menschen sind heute assimilierte Bürgerinnen und Bürger Polens, aber Gespräche mit ihnen zeigen, dass die ukrainische Sprache und Kultur in diesen Familien bereits in der dritten oder vierten Generation weiterleben. Nach 1945 kamen jedoch vor allem Menschen in die Region, die sich als Polinnen und Polen verstanden. Sie besiedelten diese Gebiete teilweise freiwillig, aber auch aufgrund von Umsiedlungen aus den östlichen Gebieten Polens, die nach dem Zweiten Weltkrieg an die Sowjetunion fielen.

Zu den satzungsmäßigen Zwecken der Stiftung „Kunst der Freiheit” gehören u.a. die Förderung der Zivilgesellschaft, das Bestreben nach Chancengleichheit verschiedener sozialer Gruppen, die Förderung von Kultur und Kunst, die Emanzipation von Frauen, die Förderung deutsch-polnischer Kontakte, Maßnahmen zur Erhaltung des kulturellen Erbes der Region Ermland und Masuren, insbesondere durch Bildungsmaßnahmen, Seminare und Konferenzen, sowie die Förderung der deutschen Sprache und die Verbreitung der deutschen Kultur in Polen. Die Stiftung arbeitet eng mit Vertretern der deutschen Minderheit in der Region zusammen, darunter mit dem Verein der deutschen Minderheit „Tannen” in Osterode und dem Verband der deutschen Gesellschaften von Ermland und Masuren in Allenstein. Seit 2023 hat die Stiftung mit diesen Einrichtungen acht Projekte zum Thema nationale, ethnische und andere Minderheiten durchgeführt, wobei die Geschichte und Kultur des ehemaligen Ostpreußen und insbesondere des Oberlands berücksichtigt wurde. Die meisten dieser Projekte wurden in Zusammenarbeit und dank der Mitfinanzierung des Instituts für Auslandsbeziehungen ifa in Stuttgart aus Mitteln des Auswärtigen Amts durchgeführt. Bei den Projekten standen häufig junge Menschen aus der deutschen Minderheit der Woiwodschaft Ermland-Masuren, junge Menschen aus der polnischen Mehrheitsgesellschaft sowie geflüchtete Jugendliche aus der Ukraine im Fokus.

Unsere Projekte sind vielfältig. Ihre Gemeinsamkeit besteht häufig darin, dass anhand der Geschichte des südlichen Ostpreußen über soziale Vielfalt, Empathie, sowie den menschlichen Wunsch und Drang nach Versöhnung und Freundschaft erzählt wird. Meistens geschieht das mithilfe von Kunst und Kultur. Die Fotoausstellung „Postdeutsch/Wiedergewonnen” mit fast 50 Fotos, die ich in den ehemals ostpreußischen Gebieten gemacht habe, ist ein hervorragender Ausgangspunkt für Gespräche über die kulturelle Landschaft Ostpreußens, die ungeachtet der politischen Grenzen, der Nationalstaaten und –sprachen weiterhin existiert und den „Geist“ Ostpreußens oder vielleicht auch Preußens in sich trägt. Die kulturelle Prägung der Natur in vormals preußischen Gebieten bleibt bis heute sichtbar, so dass Masuren, Brandenburg und Niederschlesien viele Ähnlichkeiten aufweisen. Die Fotoausstellung wurde an verschieden Orten in Polen, darunter im Lehndorffschen Schloss Steinort, an der Warschauer Universität oder im Dokumentations- und Ausstellungszentrum der Deutschen in Polen in Oppeln gezeigt. Sie wird häufig von kulturwissenschaftlichen Workshops oder Gesprächen zum Thema Nationalismus, Identität, Diskriminierung und Inklusion begleitet. Eine weitere Fotoausstellung, die die Stiftung zeigt, ist „Sei mein Gast”. Sie dient als Ausgangspunkt für Gespräche über die Emotionen von jugendlichen Migranten. 2024 haben wir diese Ausstellung am Lyzäum, als dem ehemaligen Kaiser-Wilhelm-Gymnasium zu Osterode, während eines Schüleraustauschs gezeigt, an dem Jugendliche aus Osterode am Harz teilnahmen. Polnische, deutsche und ukrainische Jugendliche setzten sich dabei mit den Erfahrungen von jugendlichen Migrantinnen und Migranten auseinander.

Ein Beispiel für unser langjähriges Engagement für den Erhalt des kulturellen Erbes Ostpreußens sind die Bestrebungen zum Wiederaufbau des Schlosses der Familie von Lehndorff in Steinort (Sztynort). Als Mitglied der Expertengruppe zur Erarbeitung eines Nutzungskonzepts für das Schloss nach seiner Sanierung hat unsere Stifterin, Olga Żmijewska, u.a. die Erstellung und Veröffentlichung einer 100-seitigen, zweisprachigen (pl, de) Broschüre über dieses Projekt koordiniert. Die Stiftung „Kunst der Freiheit“ ist neben der deutschen Botschaft in Warschau und der Lehndorff-Gesellschaft Steinort Mitherausgeber der Broschüre. Die Publikation kann auf unserer Homepage www.sztukawolnosci.org.pl/Projekte unter „Schloss Sztynort (Steinort)“ als PDF heruntergeladen werden.

Die Stiftungsarbeit richtet sich explizit an Menschen und Gruppen, die von Marginalisierung bedroht sind oder diese erfahren. Dazu gehören auch Menschen aus ländlichen Gebieten, die zum Beispiel aufgrund ihrer finanziellen Situation oder wegen eines schlecht ausgebauten öffentlichen Nahverkehrsnetzwerks von Teilhabe am kulturellen Leben ausgeschlossen sind. Das betrifft auch Mitglieder der deutschen Minderheit. Wir organisieren daher kulturelle Veranstaltungen vor Ort. Eine dieser Veranstaltungen ist das alljährlich anlässlich des Feiertages der Solidarität und Freiheit im August stattfindende Musikereignis „Garten der Freiheit”.

Unser prominentestes Projekt ist der „Kultursalon“. In diesem Format vermitteln wir mit Hilfe von Kultur, dass Menschen in unserer Region, die sich als Polinnen und Polen begreifen, zum großen Teil Nachkommen von Geflüchteten, Vertriebenen und Migranten sind. Die deutsche Minderheit hingegen ist ein Zeugnis der demografischen Struktur, die hier vor 1945 jahrhundertelang vorhanden war. Heute in der Minderheit stellte die Gruppe der deutschsprachigen Menschen früher die Mehrheit dar. Wer davon sich als Deutscher verstand, ist allerdings eine gesonderte Frage. Die Erinnerung an diese Zeiten verblasst. Unsere Erfahrungen mit Jugendlichen und Studentinnen zeigen, dass junge Menschen in unserer Region oft nicht wissen, dass diese im letzten Jahrhundert zu einem anderen Staat gehörte und hier eine andere Amtssprache galt. Der Kultursalon ist ein partizipatives Format zum Erleben von Kultur. Bislang haben wir dort die Kultur Polens, der Ukraine und Deutschlands miteinander verbunden. Sie sind seit vielen Jahrzehnten bzw. Jahrhunderten in Ermland, Masuren und im Oberland präsent, koexistieren friedlich und beeinflussen sich gegenseitig, was der Region einen besonderen Charakter verleiht. Dieser multikulturelle Aspekt des Oberlands ist ferner Gegenstand gesonderter Workshops und Veranstaltungen, darunter des Kulturschiffs.

Unser letztes Kultursalon-Projekt hieß „Oh, Tannenbaum… Über Advents- und Weihnachtsbräuche im deutschsprachigen Raum“ und fand im Deutschen Haus der „Tannen“ in Osterode statt. Es umfasste u.a. Vorträge zu Advents- und Weihnachtsbräuchen sowie Zeitzeugen-Interviews und, darunter mit Heinrich Hoch und Hildegard Ziółkowska. Die Aufzeichnungen  der Vorträge und Gespräche sind auf unserem YouTube-Kanal „Sztuka Wolności“ (so der Originalname der Stiftung) zu sehen. Sie finden dort über 100 Videos und Fotostrecken, darunter eine Reihe von Interviews zum Thema Freiheit, die auch als Buch und als Podcast auf führenden Podcast-Plattformen veröffentlicht wurden. Wir haben auch ein generationsübergreifendes Projekt durchgeführt, in dem polnische, ukrainische und deutsche Jugendliche Zeitzeugen interviewen, die sich an den Beitritt Polens zur EU erinnern.

Olga Żmijewska, Stifterin und Vorstandsvorsitzende der Stiftung

Ich heiße Olga Żmijewska und komme aus dem kleinen oberländischen Dorf Idzbark bei Ostróda. Hier habe ich 2018 die Stiftung Kunst der Freiheit (Fundacja Sztuka Wolności) ins Leben gerufen und bin ihre Vorstandsvorsitzende. In Idzbark lebte ich als Kind, dann emigrierte ich als Achtjährige mit meinen Eltern nach Meerbusch in Deutschland. Während meiner Zeit in Deutschland (1990-2005) und danach, als ich in Warschau lebte, verfolgte ich mein Ziel, nach Idzbark zurückzukehren. Im Jahr 2013 habe ich dieses Ziel verwirklicht.

Bevor ich die Stiftung Kunst der Freiheit gegründet habe, lebte ich meine Leidenschaft für Sprache und Kommunikation als Übersetzerin und Dolmetscherin für Polnisch, Deutsch, Englisch und Französisch aus. Als vereidigte Übersetzerin und Dolmetscherin für Deutsch und Polnisch war ich freiberuflich für Gerichte und die größten Anwaltskanzleien in Warschau tätig und habe tausende Seiten von Klageschriften, Klageerwiderungen und Europäischen Haftbefehlen übersetzt, sowie unzählige Gerichtsverhandlungen gedolmetscht. Nachdem ich das entsprechende Verfahren durchlaufen hatte, wurde ich in das Freelancer-ÜbersetzerInnen-Team des Europäischen Parlaments aufgenommen und übersetzte dort vier Jahre lang u.a. für den Petitionsausschuss. Die Arbeit als Übersetzerin und Dolmetscherin ermöglichte es mir, verschiedene Teile Europas zu besuchen und ein breites Spektrum an Lebensbereichen kennen zu lernen – vom Bauwesen über den Tourismus bis hin zum Thunfischfang.

Gleichzeitig pflegte ich meine Berufung als Aktivistin – vor allem in der Frauen- und Jugendarbeit. Fragen der Psychologie und Pädagogik begleiten mich seit meiner Schulzeit, und Pädagogik war eines meiner Abiturprüfungsfächer. In meinem Abiturjahr in Deutschland arbeitete ich ehrenamtlich für die Caritas und unterstützte geflüchtete Kinder beim Deutschlernen. Als Studentin der Kulturwissenschaften wiederum begann ich mich in Idzbark zu engagieren, wo ich als Mitglied des Forums der Ermländisch-Masurischen Frauen (Forum Kobiet Warmińsko-Mazurskich) in meinen Semesterferien Sport- und Tanzkurse für Frauen und Mädchen leitete. Diese Frauengruppe ist 2007 in den von mir mitbegründeten Verein zur Entwicklung ländlicher Gebiete „Idzbark meine Heimat“ ( Stowarzyszenie Rozwoju Wsi „Idzbark moja ojczyzna”) aufgegangen.
Für die Legislaturperiode 2015-2019 wurde ich in den Dorfrat gewählt – unser kleinstes Selbstverwaltungsorgan auf Dorfebene.

In den Jahren 2009-2019 war ich Mitglied im Kuratorium des Förderkreises der Europa-Universität Viadrina, das alljährlich den Viadrinapreis an Personen verleiht, die sich im Bereich der deutsch-polnischen Beziehungen und Freundschaft engagieren. Das Gremium ist an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) tätig, an der ich meinen Abschluss gemacht habe und wo ich derzeit an meinem Dissertationsvorhaben arbeite. Meine Forschung betrifft den polnischen Hörfunkveranstalter Radio Maryja im Kontext der Zivilgesellschaft in Polen.

Das Stiften einer Stiftung war für mich eine natürliche Fortführung meines sozialen Engagements in der Region sowie eine Formalisierung meiner bisherigen, aus Eigeninitiative geleisteten Frauen- und Jugendarbeit.

In den ersten Wirkungsjjahren der Stiftung möchte ich ihr keine allzu spezifischen Tätigkeitsbereiche aufzwingen. Vielmehr beobachte und ergründe ich die Bedürfnisse des Umfelds sowie die Atmosphäre in der Gemeinde, der Region, dem Land. Als Leitfaden in der Stiftungsarbeit dient uns die individuelle Freiheit eines jeden Menschen. Vor diesem Hintergrund beobachte ich, wie die Stiftung zu einem Begegnungsraum für verschiedene soziale Gruppen wird, die in ihrem Alltag nur wenige bzw. keine Berührungspunkte finden – sei es nur aus geografischen Gründen. Diese Gruppen bestehen überwiegend aus Frauen. Ich sehe diese Begebenheit als Fortsetzung meines fast zwanzigjährigen sozialen Engagements. Sie ist aber auch Ausdruck eines Trends, der sich in Polen abzeichnet: In Polen bringen Frauen den sozialen Wandel voran. Sie prägen auch die Gesellschaft in hohem Maße, da es immer noch hauptsächlich Frauen sind, die für die Sozialisierung von Mädchen und Jungen verantwortlich sind. Sie tun dies als Mütter, Großmütter, Betreuerinnen, Lehrerinnen.

Es lohnt sich daher, Frauen in ihrem Streben nach Veränderungen zu unterstützen. Dabei ist es von hoher Priorität, auch Männer miteinzubeziehen, denn im Austausch mit Frauen in meinem Alter frage ich mich immer öfter, ob in Polen nicht gerade diese beiden Gruppen – Frauen und Männer – am meisten aneinander vorbeileben?

Aktivitäten

Die Stiftung trägt der außerordentlichen Rolle der Kunst in ihren verschiedenen Ausprägungen im gesellschaftlichen Leben und in der Kommunikation Rechnung. Kunst ist Ausdruck der Einzigartigkeit eines jeden Menschen. Durch sie materialisieren sich die Eigenschaften der schaffenden Person mit ihren Erfahrungen, Gedanken und Gefühlen. Durch Kunstwerke werden diese sicht- und greifbar, so dass sie von anderen gesehen, berührt, erlebt und erfahren werden können.

Kreativität und Kunst sind per definitionem frei, denn sie sind der Ausdruck von Gefühlen, Erlebnissen, Erfahrungen, Emotionen oder Meinungen eines zutiefst freien Wesens. Deswegen ist in der Demokratie die Kunstfreiheit – und damit die Freiheit der Meinungsäußerung –von besonderer Bedeutung und wird geschützt. Nur Diktatoren und autoritäre Herrscher geben sich der Illusion hin, dass es anders sein könnte. Dieser Illusion liegt ein falsches Verständnis der Natur der Welt und der Menschheit zugrunde.

Die Kunst der Freiheit beginnt beim Grad der Freiheit,
den sich jede und jeder von uns selbst gewährt.